
Detmold ist unsere Home-Base. Seit 2023 begleiten wir die Stadt auf dem Weg zur Klimaneutralität 2035 mit Zahlen, die der Rat nachvollziehen kann, und mit einem Prozess, der Politik, Stadtwerke, Wirtschaft und Bürgerschaft zusammenbringt.

Im November 2022 beschloss der Rat der Stadt Detmold, den Weg zur Klimaneutralität mit externer Begleitung anzugehen. Am 11. Mai 2023 stellte Felix Rodenjohann ansvar2030 im Rat als Unternehmen vor, das den Zuschlag erhalten hatte. Auftraggeber ist die Stadt Detmold. Wir haben die Analysen, Szenarien und das Konzept erarbeitet und den Prozess moderiert. Die Beschlüsse fasst der Rat, umgesetzt wird von Verwaltung, Stadtwerken, Verein und Unternehmen.
Noch offen: Jede Maßnahme mit Kosten braucht einen eigenen Beschluss der zuständigen Gremien. Die Umsetzung hat gerade erst begonnen.
Zuerst haben wir das Energiesystem der Stadt analysiert und drei Zieljahre verglichen: 2030, 2035 und 2040. Bewertet haben wir die Wirtschaftlichkeit und das Tempo, das die Bauleitplanung zulässt. Im September 2023 lag der Zwischenstand vor. Die Kernaussage laut Verwaltung: Mit Elektrifizierung kann Detmold seinen Endenergieverbrauch mehr als halbieren. Endenergie ist die Energie, die Haushalte und Betriebe tatsächlich einkaufen. Zugleich kann die Stadt auf versiegelten und landwirtschaftlichen Flächen mehr Strom erzeugen, als sie selbst verbraucht.
Ein Zieljahr beschließt man nicht per Gutachten. Wir haben sogenannte Zukunftstische moderiert, also Gesprächsrunden mit den Ratsfraktionen. Außerdem haben wir eine Steuerungsgruppe begleitet und die Verwaltung bei der Beschlussvorlage unterstützt. Im März 2024 wurde die Entscheidung vertagt, am 16. Mai 2024 fiel sie nach einem gemeinsamen Antrag mehrerer Fraktionen. Der Beschluss umfasst mehr als das Zieljahr: eine städtische Gesellschaft für erneuerbare Energien, eine Gesellschaft für Bürgerbeteiligung, eine Flächenuntersuchung für das ganze Stadtgebiet, einen neuen Klimapakt mit den Stadtwerken und ein Bündnis der Stadtgesellschaft.
Zur Auftaktveranstaltung „Detmold 2035“ im Hangar 21 kamen am 26. August 2024 mehr als 180 Bürgerinnen und Bürger, so die Lippische Landes-Zeitung. Felix Rodenjohann warb dort dafür, der Stadt Flächen für Solaranlagen zu melden: „Strom, Wärme und Mobilität sind unsere großen Hebel, mit denen wir am schnellsten gute Ergebnisse und Unabhängigkeit erreichen.“ Am selben Abend fanden sich sieben Gründungsmitglieder für den Verein Detmold 2035, den wir als offene Plattform für Bürgerschaft, Handwerk und Wirtschaft mit angestoßen haben.
Das Klimaschutz- und Energiekonzept haben wir mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt erarbeitet. Grundlage waren eine Energie- und Treibhausgasbilanz sowie Gespräche mit Wirtschaft, Landwirtschaft, Handwerk und Bürgerschaft. Die sechs Handlungsfelder:
Die Ratsvorlage gibt unsere Berechnung wieder: Die Detmolder Stadtgesellschaft gibt jährlich schätzungsweise 138 Millionen Euro für Wärme, Mobilität und Strom aus. Laut derselben Berechnung könnten Haushalte und Betriebe um rund 40 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden. Die Hebel dafür: elektrische Wärme und Mobilität, Solaranlagen auf Gebäuden, Batteriespeicher, Solar- und Windparks vor Ort und ein gemeinsames Vorgehen von Handwerk und Wirtschaft.
Für das Klima- und Aktionsportal haben wir Inhalte und Struktur, das Werkzeug zur Flächenmeldung und die Darstellung des Wärmeplans gestaltet. Im Industriedialog entwickeln wir Beteiligungsmodelle, mit denen lokale Betriebe ihre Energiekosten senken können. Ein Beispiel ist die Lippische Eisenindustrie. Wie die neue städtische Gesellschaft Projekte prüft, zeigt die Referenz Detmolder Energie. Einen Eindruck vom Detmolder Weg gibt der Film „Detmold 2035“ auf dieser Seite.


Detmold hat unglaubliches Potenzial, viele begeisterte Menschen haben sich bereits als Mitstreiter gemeldet.
Dr. Miriam Mikus, Erste Beigeordnete der Stadt Detmold, Lippische Landes-Zeitung, 02.09.2024
municipio
Klima- und Energiestrategie • Politische Konsensbildung • Verein Detmold 2035 • Klima- und Aktionsportal • Industriedialog
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